Bulimie Berlin

Bulimie Berlin – Beispiel

Die 14-jährige Emma hatte, weil sie sich als zu dick empfand, zunächst eine Diät begonnen und danach kontinuierlich immer weniger gegessen. An manchen Tagen aß sie große Nahrungsmengen und erbrach sie heimlich.

Die Eltern waren zunächst ahnungslos, schließlich hat Sophie sich ihnen aber doch anvertraut, da sie immer unglücklicher und verzweifelter wurde.

 Bulimie Berlin

 Bulimie Berlin: Bulimia nervosa

Im Folgenden werden einige Aspekte dieser Erkrankungsgruppe Bulimia nervosa (von griechisch „limos“ = Hunger und „bous“ = Stier, Ochse) näher beleuchtet.

 

 Bulimie Berlin: Heißhungeranfälle

Zentral ist das wiederholte Auftreten von Heißhungeranfällen, bei denen in sehr kurzer Zeit große Nahrungsmengen verschlungen werden. Diese Heißhungeranfälle treten in der Regel mehrmals wöchentlich auf, können aber auch bis zu mehrmals täglich auftreten. Damit verbunden ist häufig eine sehr starke Beschäftigung mit dem eigenen Körpergewicht und der empfundenen Attraktivität. Insgesamt ist das Selbstwertgefühl herabgesetzt. Deswegen wird auch versucht sorgfältig das Gewicht zu halten, wobei es zwei Subtypen gibt:

 

Bulimie Berlin: Typen 

  • - Typus mit Erbrechen/Abführen: selbstinduziertes Erbrechen oder Missbrauch von Abführmethoden
  • - Typus ohne Erbrechen/Abführen: das Gewicht wird versucht durch strenges Diäthalten oder übermäßige körperliche Betätigung zu halten.

Die Bulimie kommt häufig im frühen Erwachsenenalter vor. Ungefähr 80 % erkranken vor dem 22. Lebensjahr. In ca. 50 % der Fälle taucht eine Anorexie vor einer Bulimia nervosa auf.

 Bulimie Berlin - Essen

 Bulimie Berlin: Symptome 

Häufig ist eine Beeinträchtigung der Konzentration und auch  Müdigkeit zu beobachten.

Weiterhin tauchen als häufige körperliche Komplikationen eine Zahnschmelzschädigung vor und eine Schwellung und Entzündung der Speicheldrüsen. Eine ernsthafte Störung ist eine Pankreatitis, die zu lebensbedrohlichen Verläufen führen kann. Weiterhin kann es zu Elektrolytstörungen kommen, bei denen insbesondere der Kaliumverlust bis hin zu lebensbedrohlichen kardialen Komplikationen führt.

Es gibt verschiedene Modelle, die die Entstehung und Aufrechterhaltung des problematischen Essverhaltens erklären.

Solche Störungsmodelle berücksichtigen beispielsweise prädisponierende Faktoren:

 

 Bulimie Berlin: Faktoren

  • - familiäre Herkunftsbedingungen
  • - biologische Bedingungen
  • - auslösende Ereignisse wie zum Beispiel Trennung, Verlust, Stress
  • - Faktoren der Aufrechterhaltung, wie zum Beispiel die psychische Auswirkung von Mangelernährung.

Bei der Bulimie wird auf eine Reduktion der abwechselnden Perioden von Fasten und Essanfällen hingewirkt, so dass es zu eine Stabilisierung der biologischen Funktionen kommt.

Insgesamt wird der gedankliche Hintergrund (häufig: negative Selbstgespräche, Selbstzweifel, Pessimismus) und deren  emotionale Folgen (häufig: deprimiert, hoffnungslos) bearbeitet.